Gemeinde des Monats
Gemeinde des Monats Februar 2026: Ortsgemeinde Oberwambach
Abgesehen von Altenkirchen war Oberwambach lange Zeit der größte und bedeutendste Ort in der weiteren Umgebung. Hier fanden auf der Höhe zwischen Oberwambach und Amteroth auch Märkte statt. Man spricht deshalb bei diesem Gelände auch heute noch von dem „Marktplatz“.
Leben im Feierdorf
„Wir in Wannmisch e.V.“ organisiert jeden ersten Mittwoch im Monat den „Dorftreff“ als gemütliches Beisammensein, ebenso den alle zwei Jahre stattfindenden Martinsmarkt, der mittlerweile weit über die Grenzen des Dorfes hinaus bekannt ist und sich einer vierstelligen Besucherzahl erfreut. Wannmisch e.V. organisieren das in den „ungeraden“ Jahren stattfindende „Familien-Sommerfest“, entstanden aus der Tradition des Sommerfests in „Kochs Scheuer“, einer großen Scheune im Oberdorf, die während des früher jährlichen Festes von den örtlichen Chören MGV & Frauenchor, Familien aus dem Dorf und praktisch allen Dorfbewohnern belebt wurde. Ebenfalls von den Jugendfreunden organisiert ist der Besuch des Nikolaus, der seit 1991 am Abend des 6. Dezember jedes Oberwambacher Kind persönlich besucht.
Es ist keine Überraschung, dass Oberwambach im Umland den Ruf genießt, ein „Feierdorf“ zu sein: Und tatsächlich findet sich immer ein Grund, um zusammenzukommen und gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen – langweilig wird es nie!
Dazu trägt auch die Bevölkerungsstruktur bei: Oberwambach ist ein „Kinderdorf“. Bei knapp 440 Einwohnern sind darunter fast 100 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Die Hälfte davon ist sogar unter 10 Jahre jung. Die Ortsgemeinde lockt damit weitere Neubewohner an und stärkt eine Entwicklung, die seit vielen Jahren anhält. Auch in Zukunft wird es viele Zuzüge, insbesondere junger Familien, geben.
Das Läuten der Glocke im März
Das bekannteste Wahrzeichen der Ortsgemeinde ist die Kirche im Rundbogenstil, die nach 18-monatiger Bauzeit im Oktober 1871 in Dienst gestellt wurde. Sie erinnert zugleich an ein trauriges Kapitel in der Geschichte des Dorfes, den „Schwarzen Sonntag“. Bei der Bombardierung Oberwambachs am 25. März 1945 gab es 20 Tote und viele Verletzte zu beklagen. Amerikanische Bomber hatten die Gemeinde als Ausweichziel gewählt, nachdem ein Angriff auf das etwa 12 Kilometer entfernte Weyerbusch wegen schlechter Sichtverhältnisse nicht ausgeführt werden konnte. Jedes Jahr am 25. März läuten zum Gedenken die Glocken der Oberwambacher Kirche von 10 : 11 Uhr bis 10 : 24 Uhr, dem Zeitraum des damaligen Angriffs.
Wandern zur Quelle
Der Wanderweg „Rund um Wannmisch“ ist ein etwa acht Kilometer langer, gut markierter Rundweg um das Dorf. Der Startpunkt befindet sich am örtlichen Friedhof, durch das Tal des Wambach, danach bergan und entlang des Waldgebiets „Hasenhard“, am ehemaligen Steinbruch vorbei, entlang der Ortsgrenzen Richtung Rodenbach und Lautzert, schließlich durch das Gebiet der Quelle des Wambach und an der Ortsgrenze zu Herpteroth entlang zurück zum Start am Friedhof. Der Weg bietet idyllische Aussichten ins Wambachtal und die den Ort umgebenden Feld-,Wald- und Wiesenstücke.
Beitrag aus Gemeinde und Stadt 02/2026
