Ortsgemeinde Osann-Monzel: Weindorf mit Weitblick

Die beiden heutigen Ortsteile Osann und Monzel werden bereits im Jahr 1008 in einer Urkunde erstmals erwähnt – als „Osanna“ und „Muncele villam“. Beide Orte können damit auf eine über tausendjährige Geschichte zurückblicken. Im Zuge der rheinland-pfälzischen Gebietsreform wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden im Jahr 1969 zusammengeführt. Seitdem bilden sie gemeinsam die Ortsgemeinde Osann-Monzel.

Optimale Infrastruktur und lebendiges Vereinsleben

Als Doppelgemeinde weist Osann-Monzel einige Besonderheiten auf: Zwei Kirchen, zwei Bürgerhäuser, zwei Schutzhütten sowie jeweils Vereine für Volksmusik und Sport spiegeln die gewachsene Struktur der beiden Ortsteile wider.

Mehr als 20 Vereine und Institutionen engagieren sich im Ort und decken ein breites Spektrum der Freizeitgestaltung ab – von Sport über Musik und Gesang bis hin zu Karneval und Theater. Auch an die Seniorinnen und Senioren wird beim „Kaffeeklatsch“ oder „Mittwochskaffee bei der Linde“ gedacht. Mit zahlreichen Veranstaltungen über das Jahr hinweg wird das kulturelle Leben bereichert und stärkt den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft. Größere Veranstaltungen finden regelmäßig in der zentral gelegenen Oestelbachhalle statt.

Die Gemeinde wächst weiter

Mit rund 1.800 Einwohnerinnen und Einwohnern (Tendenz steigend) und über 500 Arbeitsplätzen in Weinbau, Handel, Handwerk und Gewerbe ist Osann-Monzel wirtschaftlich gut aufgestellt. Eine solide Infrastruktur mit Allgemeinmediziner, Zahnarzt, Pflegedienst, Bank, Postfiliale sowie Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben trägt zur guten Grundversorgung im Ort bei.

Der Weinbau prägt die Gemeinde in besonderem Maße. Mit rund 200 Hektar bestockter Rebfläche verfügt Osann-Monzel über eine der größten Weinbauflächen der Mittelmosel, die von etwa 35 Winzerinnen und Winzern im Haupt- und Nebenerwerb bewirtschaftet wird.

Auch touristisch ist die Gemeinde attraktiv gelegen. Wanderer, Radfahrer und Pilger erreichen den Ort über bekannte Routen wie den Mosel-Jakobsweg, den Moselsteig, den Eifel-Pilgerradweg oder die „Weitblick-Schleife“ des Maare-Mosel-Radweges. Rund 200 Gästebetten in Hotels, Pensionen und Weingütern stehen Besuchern zur Verfügung. 

Die gemeindeeigene Kindertagesstätte „Zwergenvilla“ sowie die Grundschule befinden sich in vollständig sanierten, denkmalgeschützten Gebäuden aus den 1920er-Jahren und sind wichtige Einrichtungen für junge Familien.

Die Gemeindeverwaltung wurde in den vergangenen Jahren dahingehend organisiert, dass der Ortsbürgermeister von drei Beigeordneten unterstützt wird, jeweils für einen Geschäftsbereich verantwortlich zeichnend (Liegenschaften & Servicebetrieb, Personalmanagement sowie Flächenmanagement & Tourismus).

Neues Gewerbe kommt hinzu

Die Ortsgemeinde arbeitet derzeit an mehreren Zukunftsprojekten. Dazu zählen die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes, der Bau einer Seniorenresidenz mit rund 90 Plätzen, die Entwicklung eines neuen Baugebietes sowie die Erweiterung der Kindertagesstätte. Auch die Ansiedlung weiterer fachärztlicher Angebote wird angestrebt.

Ein bedeutender Schritt für die wirtschaftliche Entwicklung ist die Auswahl der Ortsgemeinde (gemeinsam mit der Nachbargemeinde Platten) durch die Landesregierung für die Planung eines landesweit bedeutsamen, großflächigen Gewerbegebietes. Ziel ist es hier, bis zum Jahr 2028 Planreife zu erreichen und damit neue Perspektiven für die Gemeinde zu schaffen.

Beitrag aus Gemeinde und Stadt 04/2026