„Kommunalpolitik ist die Königsdisziplin der Politik“

In diesen 14 Jahren hat sich meine Gewissheit bestätigt, dass die kommunale Ebene die wahre Keimzelle unserer Demokratie ist. Einer meiner Vorgänger als Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Hermann Schmitt-Vockenhausen, sagte einmal: „Die Gemeinden sind der eigentliche Ort der Wahrheit, weil sie der Ort der Wirklichkeit sind.“ Dieses Zitat beschreibt wunderbar, weshalb ich mir immer wieder erlaubt habe, die Kommunalpolitik als Königsdisziplin der Politik zu bezeichnen. Egal, ob im Ehrenamt oder im Hauptamt, Kommunalpolitik beginnt morgens und endet abends an der eigenen Haustür. Sie begegnet den Menschen täglich auf dem Marktplatz, auf dem Sportplatz, beim Bäcker. Und diese Begegnungen erden die Kommunalpolitik. Das ist es, was sie so spannend und lohnenswert macht.

In meiner Antrittsrede im Jahr 2012 habe ich betont, dass wir ein politischer Verband, aber kein parteipolitischer Verband sind. Jeder von uns hat seine politischen Überzeugungen, keiner soll und kann sie an der Garderobe abgeben. In der Arbeit für unseren Verband darf das jedoch keine Rolle spielen. Hier geht es ausschließlich um die Interessen der Mitglieder.

Und die zu vertreten war mir immer wichtig. Ich hoffe, dass ich diesem eigenen Anspruch gerecht werden konnte. In unzähligen Gesprächen mit 4 MinisterpräsidentInnen, mit einer Vielzahl von Ministerinnen und Ministern, mit anderen Interessensvertretern, oftmals (aber nicht immer) Seit‘ an Seit‘ mit den Schwesterverbänden des Landkreistags und des Städtetags, standen eine Vielzahl von Themen auf der Tagesordnung. Immer im Fokus: die kommunalen Finanzen, die Zuordnung neuer Aufgaben, die Staatsmodernisierung, der Umbau der Bürokratie…

All das wäre nicht zu bewältigen gewesen ohne zuverlässige Mitstreiter. Ich bedanke für die konstruktiven Beratungen im Landesvorstand, im Landesausschuss, in den Bezirksvorständen und in den Kreisgruppen. Die immer sachliche Diskussion hat uns allen gutgetan und unsere Position immer stark gemacht.

In den Dank einschließen möchte ich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle mit Agneta Psczolla als Leiterin der Geschäftsstelle. Auf ihren Sachverstand und ihre gute Vorbereitung konnte ich mich immer verlassen. Ihr seid ein klasse Team. Und geführt wurde es in diesen 14 Jahren von drei Geschäftsführern, die jeder auf seine Weise sein Handwerk verstand. Vielen Dank Winfried Manns, Dr. Karl-Heinz Frieden und Moritz Petry, in all den Jahren unterstützt vom stellvertretenden Geschäftsführer JUDr. Stefan Meiborg.

Und nicht zu vergessen sind die Co-Vorsitzenden Axel Haas, Steffen Antweiler, Thomas Przybylla und insbesondere mein langjähriger Wegbegleiter, der Ehrenvorsitzende des GStB, Aloys Söhngen. Mit Euch zusammenarbeiten zu dürfen, hat mir sehr viel Freude gemacht.

Dem GStB, seinen Mitgliedern und seinen Mitstreitern wünsche ich eine gedeihliche Zukunft. Bleibt immer die starke Stimme der kommunalen Familie in Rheinland-Pfalz.

Macht‘s gut. Es war mir eine Ehre.

Euer Ralph Spiegler

GStB-Bericht aus Gemeinde und Stadt 08/2026