Klimaschutzministerium zeichnet Preisträger-Projekte beim Klima-Wettbewerb aus

„Der Klimawandel stellt uns vor große Herausforderungen. Diese spüren vor allem die Kommunen, die direkt vor Ort damit konfrontiert werden und schon vieles bewegt haben. Die Preisträger-Projekte und auch alle anderen Einsendungen haben gezeigt: Mit klugen Ideen können wir, allen Herausforderungen zum Trotz, zuversichtlich in die Zukunft blicken. Sie verdienen unsere Wertschätzung und Unterstützung. Darum haben wir den Klima-Wettbewerb ausgerufen“, sagte Umwelt- und Klimaschutzministerin Katrin Eder bei der Auszeichnung der Preisträger des Klima-Wettbewerbs 2025. Teilnehmen konnten Mitglieds-Kommunen des Kommunalen Klimapakts (KKP) und gemeinnützige Organisationen aus Rheinland-Pfalz.

Projekte konnten in vier Kategorien eingereicht werden: 1) Kommunen – klimaangepasst und wassersensibel, 2) Strom und Wärme aus Erneuerbaren Energien, 3) Klimafreundlich Mobil und 4) Nachhaltig leben im Alltag.

Die achtköpfige Jury, zusammengesetzt aus den Vertreterinnen und Vertretern der KKP-Partner, wählte aus zahlreichen Einsendungen zwölf Projekte in den vier Wettbewerbs-Kategorien aus. Auf sie wird das Preisgeld in Höhe von 100.000 Euro aufgeteilt. Gesucht wurden konkrete Projekte oder Projektideen, die zeigen, wie Klimaschutz und Klimaanpassung vor Ort gelingen und wie Bürgerinnen und Bürger aktiv daran mitwirken können. Das Geld muss für die Umsetzung oder Weiterentwicklung der Projekte verwendet werden. Die Jury bewertete Projektziel, Vorbildfunktion und Übertragbarkeit der Projekte sowie den Beitrag zu Klimaschutz, Klimaanpassung und Bewusstseinsbildung.

„All diese Projekte zeigen, wie viel Kraft entsteht, wenn Menschen vor Ort ins Machen kommen. Mit ihrem Engagement und ihrer Eigeninitiative animieren die ausgezeichneten Kommunalverwaltungen und Organisationen zur Nachahmung. Für mich bedeuten Klimaschutz und Klimaanpassung: Dinge anpacken, sich einbringen, Möglichkeiten eröffnen und gemeinsam Ideen Wirklichkeit werden lassen. Wir können und müssen unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen – und ich lade alle Menschen in Rheinland-Pfalz ein, dabei mit anzupacken“, so Ministerin Katrin Eder.

In der Kategorie „Kommunen – klimaangepasst und wassersensibel“ wurden Projekte in der Ortsgemeinde Rech und des Vereins Pollichia aus Bad Dürkheim ausgezeichnet. „Beide Projekte nehmen Mensch und Natur gemeinsam in den Blick“, sagte Moritz Petry, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Gemeinde- und Städtebunds Rheinland-Pfalz. „Sie verbinden den Schutz vor Hochwasser und die Gestaltung urbaner Lebensräume mit der Stärkung wertvoller Naturräume – und zeigen, wie wir unser Lebensumfeld und unsere Ökosysteme widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels machen können: durch mehr Grün, naturnahe Gestaltung und den Rückhalt von Wasser.“

Preisträger in der Kategorie „Strom und Wärme aus Erneuerbaren Energien“ sind die Stadt Alzey, die Verbandsgemeinde Montabaur, der Landkreis Cochem-Zell sowie die Stadtwerke Trier. „Die Energiewende funktioniert nur mit den Menschen vor Ort. Sie muss konkret und erfahrbar sein“, sagte Michael Bleidt, Geschäftsführer der VKU Landesgruppe Rheinland-Pfalz. „Strombilanzkreismodelle sind zunächst theoretisch, aber sie ermöglichen, dass Kommunen ihren selbst erzeugten, erneuerbaren Strom selbst nutzen beziehungsweise regional erzeugte Energie auch vor Ort verbraucht werden kann, statt sie über die Strombörse zu schicken. Das kommt den Bürgerinnen und Bürgern in der Region direkt zugute. Genau wie eine transparente Beratung für den Umstieg auf klimafreundliche Technologien für Hauseigentümerinnen und -eigentümer. Alle Projekte machen deutlich, dass Klimaschutz dann am stärksten wirkt, wenn Innovation, Zusammenarbeit und praktische Unterstützung Hand in Hand gehen.“

Für ihre alltagstauglichen Projekte, die zum Umsteigen vom Auto aufs Rad motivieren, wurden die Stadt Landau sowie der VCD Ludwigshafen-Vorderpfalz ausgezeichnet. „Die prämierten Projekte zeigen, wie einfach klimafreundliche Mobilität sein kann, wenn Menschen gemeinsam neue Wege gehen. Ob Kinder, die im Fahrradkonvoi sicher zur Schule fahren, oder Pendlerinnen und Pendler, die dank unkomplizierter Angebote das Pedelec für sich entdecken – überall entsteht spürbare Bewegung. Wenn wir den Umstieg erleichtern und erlebbar machen, wächst die Verkehrswende direkt aus der Mitte unserer Gesellschaft“, so Esther Jung, Abteilungsleiterin im Verkehrsministerium.

Nachhaltigkeit im Alltag und andere Menschen hierfür zu begeistern, war Thema der vierten Wettbewerbskategorie. Die Preisträger sind die Stadt Schifferstadt, die Stadt Landau sowie das Mehrgenerationenhaus in Ingelheim und die Lokale Agenda 21-Initiative aus Ludwigshafen. „Nachhaltigkeit im Alltag zeichnet sich insbesondere durch die Wiederverwendung und Langlebigkeit von Alltagsgegenständen aus. Ob in offenen Werkstätten, in denen Reparieren und kreatives Ausprobieren selbstverständlich werden, in Initiativen, die Kinder früh für Klimaschutz begeistern, oder in ehrenamtlichen Angeboten, die nachhaltigen Konsum im Alltag fördern – überall entsteht ein starkes Miteinander, das Ressourcenschutz und Verantwortungsbewusstsein fördert“, sagte Christina Hahn, stellvertretende Abteilungsleiterin im Innenministerium.

Pressemitteilung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität vom 11. Mai 2026